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#TechDay: Zwei Plattformen, viele Möglichkeiten

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Effizienz ist das A und O, will ein Automobilhersteller heute wettbewerbsfähig bleiben. Und um effiziente, wirtschaftliche und umweltfreundliche Fahrzeuge herzustellen, ist die Plattform entscheidend – sie macht etwa 60 Prozent der Materialkosten aus. Darum basieren alle Pkw und die meisten leichten Nutzfahrzeuge der Groupe PSA aktuell auf den zwei modularen Multi-Energy-Plattformen CMP (Common Modular Platform) und EMP2 (Efficient Modular Platform). Eine modulare Plattform besteht aus der Bodengruppe, dem Fahrwerk, verschiedenen Antriebseinheiten sowie der Grundarchitektur für Elektrik und Elektronik. Dazu kommen flexible Module für Motoren, Sitze, Cockpits und Infotainment-Systeme, die ebenfalls wichtige Bestandteile der PSA-Plattformen sind. „Dank gemeinsam genutzter Konzernplattformen werden wir bei der Entwicklung jedes neuen Opel/Vauxhall-Modells zwischen 20 und 50 Prozent der Entwicklungskosten einsparen – abhängig vom Modell und verglichen mit dem jeweiligen Vorgänger. Und das bei weiter gesteigerter Qualität“, erklärt CEO Michael Lohscheller.

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Dr. Flavio Friesen, Director Engineering & Quality, erläuterte den Journalisten beim TechDay in Rüsselsheim, wie komplex Opel bisher produzierte: Es gab 9 Plattformen für 13 Fahrzeuge, 10 Motorenfamilien und 12 Getriebefamilien – macht insgesamt 47 Motor-Getriebe-Kombinationen. Nun agiere man auf einem „völlig neuen Niveau“, denn es gibt nur noch 4 Motorenfamilien und 2 Plattformen, auf denen jeweils 13 Pkw-Varianten gefertigt werden können. Diese Variabilität und Freiheit in der Entwicklung ermögliche es, hochqualitative Fahrzeuge zu wettbewerbsfähigen Kosten zu bauen. Wichtig ist für Friesen dabei: „Wir betreiben kein Badge-Engineering.“ Entwicklungschef Christian Müller unterstreicht: „Hardware, Software, die Auswahl der Module, verschiedene Abstimmungen und die jeweilige Kalibrierung – all dies hilft uns dabei, einen markenspezifischen Charakter für jedes einzelne Fahrzeug zu schaffen. Damit stellen wir die spezifische Opel-DNA sicher – für jedes unserer Modelle.“

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Auf diesen hocheffizienten, topmodernen modularen Plattformen lassen sich unterschiedliche Karosserievarianten für verschiedene Segmente und internationale Märkte entwickeln: Vier- und fünftürige Limousine, Kombi, Van, SUV, Cabrio oder Coupé sind machbar. Auf der sehr kompakten CMP-Plattform entsteht beispielsweise gerade die nächste Corsa-Generation. Auf der größeren EMP2-Basis sind bereits der Grandland X und der Combo Life entwickelt worden.

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Weiterer wichtiger Baustein bei der Entwicklung modularer Plattformen: Bei der EMP2 konnte durch die Verwendung innovativer Leichtbaumaterialien das Gewicht gegenüber der Vorgänger-Plattform um 70 Kilogramm verringert werden. Hinzu kommt, dass beide Multi-Energy-Plattformen für eine große Vielfalt von Antriebsmodulen ausgelegt sind. Sie können sowohl mit konventionellen Motoren als auch mit elektrifizierten Antrieben kombiniert werden. Gerade im Hinblick auf alternative Antriebe bieten die Multi-Energy-Plattformen die notwendige Flexibilität, auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können. So wird die auf der CMP-Basis entwickelte nächste Corsa-Generation sowohl mit effizienten Downsizing-Verbrennungsmotoren als auch mit einem rein elektrischen Antrieb auf den Markt kommen. Bei der EMP2 gibt es zusätzlich die Option des Hybridantriebs. Hier wird der Grandland X als allradangetriebener PHEV 2020 debütieren. Bereits bis 2024 wird es dank der modularen Multi-Energy-Plattformen in allen von uns auf dem europäischen Markt angebotenen Pkw-Baureihen eine Elektroversion geben.

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Bleibt die Frage nach dem charakteristischen Design der Opel-Modelle. Chef-Designer Friedhelm Engler schwärmte, dass er und seine Kollegen nun viel mehr Freiheiten und Möglichkeiten haben als zuvor. „Wir sind richtig gut aufgestellt.“ Es gebe ein „neues deutsches Denken“. Der Schlüssel zum Erfolg sei es für Opel, sich auf die Firmenhistorie und die Markenwerte „deutsch, nahbar und aufregend“ zu besinnen und sie noch mehr herauszustellen. Engler demonstrierte beim TechDay, wie sehr Designstudien der französischen PSA-Marken vom Erscheinungsbild und Stil der Opel-Modelle abweichen. In Frankreich lege man Wert auf verspielte, avantgardistische Formen. Opel hingegen setze auf zeitloses, pures Design, bei dem weniger mehr ist. So zeige beispielsweise der Opel GT „Mut zur Fläche“. Auch im Innenraum findet man klar gegliederte Elemente mit Liebe zum Detail. „Strukturiert, organisiert, auf den Punkt gebracht – das macht deutsches Design aus“, so Engler. Damit ist und bleibt jeder Opel unverwechselbar ein Opel. „Die hohe Variabilität der Groupe PSA-Plattformen CMP und EMP2 bietet uns Designern einen besonders großen Spielraum. Wir können harmonische Proportionen umsetzen und schaffen damit ein aufregendes Fahrzeug-Portfolio, das den vollen Charakter unserer Marke ausdrückt“, erklärt auch unser Designchef Mark Adams.

Weitere Informationen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unentgeltlich erhältlich ist.