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R&D Center Rüsselsheim: Opel-Chef nimmt Stellung

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Das Engineering Center in Rüsselsheim wird auch zukünftig alle Opel-Modelle entwickeln und die Aufgaben der 15 Kompetenzzentren für die gesamte Konzerngruppe übernehmen (u.a. Brennstoffzelle, die Entwicklung für den US-Markt, alternative Kraftstoffe etc.). In den Medien wird gerade die künftige Rolle des Engineering Centers in Rüsselsheim diskutiert und vom angeblichen Verkauf von Teilen unseres Entwicklungszentrums gesprochen. Hier eine Stellungnahme von Opel CEO Michael Lohscheller zu den aktuellen Medienberichten:

„Unser Engineering ist und bleibt Kern von Opel. Alle künftigen Opel-Modelle werden hier in Rüsselsheim entwickelt. Zudem übernehmen wir zahlreiche wichtige Aufgaben für die gesamte Groupe PSA.

Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen uns als Gesamtunternehmen und explizit im Engineering nachhaltig und erfolgreich aufstellen und qualifizierte Beschäftigung am Standort sichern. Wir wissen jedoch, dass die Auftragsvolumen von GM in den kommenden Jahren drastisch abnehmen werden. Deshalb prüfen wir unterschiedliche Optionen, wie eine nachhaltige und erfolgreiche Aufstellung im R&D Center erreicht werden kann.

Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen sind dabei Teil dieser Überlegungen. Aktuell wurden jedoch, wie bereits betont, noch keine Entscheidungen dazu getroffen. Es steht noch nicht fest, welche Optionen tragfähige Lösungen sein könnten. Es ist selbstverständlich, dass unsere Sozialpartner in den Prozess eingebunden werden.

Wir haben mit der IG Metall und dem Gesamtbetriebsrat regelmäßig und bereits seit Dezember 2017 besprochen, dass wir strategische Partnerschaften im Engineering als Option prüfen, um langfristig Beschäftigung im R&D Center zu sichern. Diese Information ist auch Bestandteil der ebenfalls vom Gesamtbetriebsrat unterschriebenen Vereinbarung aus dem vergangenen Jahr. Die Behauptung, dass wir in der Einigungsstelle solche Pläne dementiert haben, ist falsch.

Ich bin überzeugt, dass es unsere Pflicht als Managementteam ist, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie wir Beschäftigung am Standort dauerhaft sichern können. Hierzu haben wir im Mai wichtige Eckpunkte vereinbart, unter anderem eine Beschäftigungssicherung bis 2023. Dazu stehen wir und wollen diese nun in einem Tarifvertrag fixieren. Das wollen wir noch in dieser Woche erreichen und sind hierzu auch im intensiven Dialog mit den Sozialpartnern.“