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Rüsselsheim: Zukunft des Entwicklungszentrums

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Heute wurden unsere Sozialpartner von der Opel-Geschäftsführung informiert, über eine mögliche strategische Partnerschaft mit dem Entwicklungsdienstleister Segula Technologies diskutieren zu wollen. So sollen in Rüsselsheim Arbeitsplätze im Bereich Forschung & Entwicklung gesichert und der Rückgang an Arbeitsaufträgen von externen Unternehmen kompensiert werden.

Der Vorschlag von Segula Technologies zielt darauf ab, einen europäischen Engineering-Campus und ein Center of Excellence in Rüsselsheim zu gründen. „Die anerkannte Stärke der Opel-Ingenieure in Kombination mit dem Know-how von Segula Technologies würde es uns ermöglichen, neue Standards zu setzen“, so Laurent Germain, Group Managing Direktor von Segula Technologies. Bis 2023 will das Unternehmen der weltweit führende Dienstleister für automobile Lösungen werden. Die Aktivitäten würden über die Automobilindustrie hinausgehen – auch in Branchen wie Bahn und Energie – und damit die Kundenstruktur von Segula Technologies widerspiegeln. Das erfolgreiche Unternehmen in Familienbesitz mit weltweit 11.000 Mitarbeitern wird in folgendem Video anschaulich beschrieben:

Bei einer Einigung würde Segula Technologies Anlagen der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung sowie bis zu 2.000 Mitarbeiter des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums übernehmen. Segula Technologies will den bis Juli 2023 vereinbarten Kündigungsschutz erhalten.

„Vor dem Hintergrund des drastischen Rückgangs an Arbeitsaufträgen durch externe Unternehmen in unserem Entwicklungszentrum haben wir verschiedene Lösungen untersucht. Es ist unsere Pflicht, am Standort Rüsselsheim hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Entwicklung zu sichern. Gleichzeitig entwickeln wir hier selbstbewusst die zukünftigen Opel-Modelle und übernehmen in 15 Kompetenzzentren Aufgaben für die gesamte Groupe PSA. Wir werden den Vorschlag dieser strategischen Partnerschaft nun im Detail mit unseren Sozialpartnern diskutieren“, ordnet Opel-Chef Michael Lohscheller ein.

Opel-Entwicklungschef Christian Müller fügt hinzu: „Unser Rüsselsheimer Entwicklungszentrum bleibt das Herz der Marke Opel. Unsere Ingenieure werden hier die zukünftigen Opel-Modelle designen und entwickeln. Zudem übernehmen wir hier wichtige Aufgaben für die gesamte Groupe PSA, etwa in den 15 Kompetenzzentren. Deutsche Ingenieurskunst wird so der gesamten Groupe PSA zugutekommen. Gleichzeitig würde die strategische Partnerschaft ermöglichen, unsere hochmoderne Entwicklungs-Infrastruktur vollständig auszulasten und den Herausforderungen der Überkapazitäten erfolgreich zu begegnen. Damit bekäme unser derzeitiges Entwicklungsteam eine solide Zukunftsperspektive.“

Die potenzielle Partnerschaft steht unter dem Vorbehalt erfolgreicher weiterer Verhandlungen mit Segula Technologies und den Sozialpartnern sowie der Zustimmung verschiedener Gremien – inklusive des Aufsichtsrats der Opel Automobile GmbH.

Kommentare (123)

  1. Inwiefern ist das eine “strategische Partnerschaft” wenn, wie in der Pressemitteilung (PM)geschrieben, “Segula Technologies Anlagen der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung sowie bis zu 2.000 Mitarbeiter des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums übernehmen” würde, und damit diese 2000 Leute nicht mehr bei der Opel Automobile GmbH, sondern bei der Segula GmbH (AG Stuttgart HRB 747964) oder der SEGULA Technologies GmbH (AG Köln HRB 84328) sind. Es soll dann ja auch nicht mehr die Opel Automobile GmbH, sondern der neue “Arbeitgeber” Segula “den bis Juli 2023 vereinbarten Kündigungsschutz erhalten.”

    Und was auch nicht klar ist – wie sollen diese 2000 Leute aus dem ITEZ herausgelöst werden — mit denen Segula laut PM “einen europäischen Engineering-Campus und ein Center of Excellence in Rüsselsheim […] gründen” will, was ich nur als einen Neubau auf der grünen Wiese außerhalb des Opel-Geländes verstehe.

    • Die Leute tun mir echt Leid. Nach der Übernahme wird ein Jahr noch alles so laufen wie es gesetzlich geregelt ist, danach gibt es dann die Pistole auf die Brust und neue Verträge.
      40Std., kein Betriebsrat, keine IG Metall, Samstagsarbeit, ohne Ende Überstunden etc.
      Eben wie jeder Dienstleister sein Geld verdient.
      Die Mitarbeiter der betroffen Bereich werden sich wahrscheinlich schon noch was besserem umsehen.

  2. 2000 Mitarbeiter sollen herausgelöst werden. Aha. Geht das wie mit dem Knochen vom Rippchen, oder was???
    Glaub kaum, dass es Opel Mitarbeiter gibt, die sich freiwillig melden zu wechseln.

    Segula, so liest man ist ja auch nur 2. Wahl.
    Laut “Handelsblatt” liegt denen ein Papier (Mega-Deal / Greenland) vor, dass einen Dienstleister “Altran” nennt, der 2017 schon verhandelte, aber dann aufgrund der Tatsache, dass Opel Ingenieure nicht wettbewerbsfähig, einfache Arbeiter und alt seien, wieder abgesprungen ist.
    Naja, mittlerweile sollten die meisten “Alten” ja mit Abfindungsangeboten weg sein.

    Geht mal davon aus, dass alles was an Gebäuden (ITEZ, Adam-Opel-Haus, Design) inkl. der Mitarbeiter am Rugby-Ring sichtbar ist, ab 2019 Segura heisst und der “Rest” von Opel hinter die Bahnlinie in die maroden Hallen mir Altlasten verdrängt wird.

    Leute macht mal die Augen auf! Opel wird nicht mehr das sein, was sich einige hier noch schönreden wollen. Der Tavares verkauft Stück für Stück das Tafelsilber um seine Investitionen gewinnbringend wieder reinzuholen.

    Wenn jetzt Segula als Dienstleister für Opel und weitere Geschäftsfelder tätig sein wird, haben die deutschen “Konkurrenten” Bertrandt, Ferchau, Inform, EDAG usw. in Rüsselsheim nichts mehr zu melden…inkl. deren Mitarbeiter.

    • Nicht wettbewerbsfähig weil Dumpinglöhne und Zeitarbeit auch in Ingenieursberufen schnell im Kommen sind, da stören dann erfahrene Fachkräfte die genau wissen was sie können und was sie wert sind.
      Dann lieber junge Masterabsolventen für 4500 Brutto mit 40 Std. Woche.

      Dieser ganze Profitwahn macht mich nur noch wütend. Ich dachte Opel hat im ersten Quartal 500 Millionen Gewinn gemacht?
      Aber den Kollegen aus Frankreich (und den Investoren) geht es wahrscheinlich nicht schnell genug mit dem Geld.
      Aber eigentlich war es ja logisch. Die meisten Motoren und Getriebe kommen jetzt von PSA, die Großaufträge von GM fallen weg, da werden natürlich Kapazitäten frei.
      Ich wäre nicht verwundert wenn man diese Fachleute die ersatzlos gestrichen werden doch braucht und man dann die Dienstleistungen von Segula in Anspruch nehmen muss.

      • Sorry, manchmal tut die Wahrheit weh, aber Opel ist schon über 20 Jahre nicht mehr das was sich einige vorstellen. Ich habe manchmal den Eindruck, Opel war unter GM ein riesiges Entwicklungszentrum mit angehängter Autofabrik.

        Bei den anderen Dienstleistern handelt es sich auch um profitorientierte Unternehmen, die sich wie alle anderen im Wettbewerb behaupten müssen, genauso wie sich Opel im Wettbewerb beweisen muss. Das ist nun mal die einzige Daseinsberechtigung für Unternehmen.

        • @DerD: 4500 € brutto! Da werden in anderen Branchen für Ingenieure deutlich niedrigere Gehälter gezahlt. Ich glaube ihr Opel-Ingenieure wisst nicht wirklich, wie gut ihr noch bezahlt werdet.

          • Bin kein Opel Ingieneur, aber es geht hier nicht um andere Branchen sondern um die Automobilbranche wo man sehr sehr gut verdient, 4500 brutto mit Maschinenbau Master sind hier eher Einstiegsgehalt. Wenn man sich 6 Jahre oder mehr in der Uni abgerackert und 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt hat will man eben gut bezahlt werden.
            Natürlich hast du in dem Punkt mit GM auch Recht. Ich finde es nur schade das man bei Opel überlegt fast alles zu verkaufen (Dudenhofen im Gespräch usw.), was hier an Kompetenz und Erfahrung verloren geht kann man nur erahnen.

          • Danke für das Feedback, das wir hier gerne etwas einordnen wollen: Angestrebt ist in der Tat eine „strategische Partnerschaft“, da es in Zukunft gute und enge Beziehungen zwischen Segula und Opel/Vauxhall geben soll. Segula ist auch schon heute ein wichtiger Partner der Groupe PSA.

            Zu der künftigen Aufstellung unseres Entwicklungszentrums: Wir haben heute (auch oben im Beitrag) erneut betont, welch integraler Bestandteil unsere Rüsselsheimer Entwicklung für Opel ist und bleiben wird.

            • Unsere Ingenieure werden hier die zukünftigen Opel-Modelle designen und entwickeln und im Entwicklungszentrum wichtige Aufgaben für die gesamte Groupe PSA übernehmen, zum Beispiel in den 15 Kompetenzzentren, darunter die Entwicklung von Sitzen, Schaltgetrieben und Brennstoffzellen für die gesamte Konzerngruppe.
            • Zudem stärkt die Groupe PSA das Opel Engineering Center in Rüsselsheim durch die Übertragung der Entwicklungsleitung für die leichten Nutzfahrzeuge (LCV). Mit dieser Entscheidung erhalten wir die weltweite Verantwortung über die Entwicklung von LCV-Plattformen und -Modulen der Groupe PSA – von der Vorausentwicklung bis zur Serienreife. Mit Blick auf unsere LCV-Offensive und den PSA Marktanteil in diesem Bereich kein kleiner Anteil!
            • Darüber hinaus wird das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim für die Entwicklung der nächsten Generation der EP-Motorenfamilie (Vierzylinder) verantwortlich sein.

            Carlos Tavares dazu im FAZ-Interview: “Nicht zuletzt geht es darum, dass wir die Ressourcen schützen, die wir brauchen, um künftig ein starkes eigenes Entwicklungszentrum in Rüsselsheim zu betreiben – in dem die neuen Opel hier in Rüsselsheim gestaltet und entwickelt werden. Und wo wir zudem gleichzeitig globale Aufgaben für den PSA-Konzern angesiedelt haben.“

            Es ist die Aufgabe unseres Managements, das Forschungs- und Entwicklungszentrum mit Projekten auszulasten. Alles Beispiele, bei denen wir liefern.

            Wir sind überzeugt, dass eine mögliche strategische Partnerschaft eine sehr gute Lösung wäre, den künftigen Überkapazitäten zu begegnen – auf sozialverträgliche Art und Weise mit Arbeitsplätzen am Standort und einer Beschäftigungssicherung bis 2023. Selbstverständlich würde bei einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen sichergestellt, dass beide Parteien (Opel/Vauxhall und Segula) langfristig über das notwendige Know-How verfügen, erfolgreich in der Entwicklung tätig zu sein. Wie genau die Auswahl der Mitarbeiter erfolgen würde, wollen wir nun u.a. mit unseren Sozialpartnern diskutieren. Am Ende würde uns eine Einigung jedenfalls helfen, den Rückgang der Auslastung zu bewältigen, der sich aus sinkenden Aufträgen Dritter ergibt.

          • @Philipp Quanz, 5. September 2018 – 23:38 Uhr

            Es bleibt unklar, was mit “strategische Partnerschaft” gemeint ist.

            Das einzig konkret Faßbare ist die Ankündigung, daß 2000 Leute plus Maschinerie an Segula Technologies verkauft werden sollen, aber was mit dem “Campus” gemeint ist, den Segula in Rüsselsheim gründen will, bleibt unklar.

            Ziehen die um in ein neues Gebäude woanders in Rüsselsheim, oder bleiben die Leute an ihren bisherigen Arbeitsplätzen sitzen, kriegen ihr Gehalt nur von einer anderen Firma, Segula Technologies GmbH? Diese Firma gehört aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu Gesamtmetall und wäre damit nicht an den Tarifvertrag der metallverarbeitenden und Elektroindustrie gebunden.

            Oder wird das ganze ITEZ als ein gemeinsames Zentrum von Segula Technologies und Opel/PSA betrieben?

            Was für eine Form von “strategischer Partnerschaft” ist gemeint?

            Nebenbei: das verlinkte Interview ist hinter einer Bezahlschranke. An welchem Tag erschien oder erscheint das Interview in gedruckter Form?

          • @antahh da gebe ich dir völlig recht, auch die Autobranche ist nicht was es mal war, die Konkurrenz ist großen und die Kosten müssten immer weiter gesenkt werden.

  3. Unter einer Partnerschaft verstehe ich das Mitarbeiter beider Unternehmen an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. Hier sollen aber Teilbereiche von Opel an andere Firmen verkauft werden, mit Partnerschaften hat das nichts zu tun.
    Also fassen wir zusammen: Segula will 2000 Mitarbeiter und technische Anlagen von Opel kaufen, die in Zukunft Projekte für andere Hersteller oder eben auch Opel machen. Für die Opel Mitarbeiter bedeutet das vermutlich schlechtere Arbeitsbedingungen, Opel bzw. PSA hat 2000 Mitarbeiter von der Gehaltsliste gestrichen und wieder Profit gemacht.
    Ich bin wirklich sehr gespannt wie die Marke Opel in Zukunft dastehen wird.
    Bisher sieht alles sehr nach Badge Engineering aus für mich.
    Man sollte aber in jedem Fall anfangen ehrlich zu sein und Dinge auch beim Namen zu nennen. Ich glaube jeder erkennt worum es hier eigentlich geht, mit Begriffen wie “Partnerschaft” macht man sich bei solchen Nachrichten nur unglaubwürdig.

    • @DerD: Der Vorschlag einer strategischen Partnerschaft mit Segula Technologies zielt darauf ab, einen europäischen Engineering-Campus und ein Center of Excellence in Rüsselsheim zu schaffen. Eine Einigung würde uns helfen, den Rückgang der Auslastung zu bewältigen, der sich aus sinkenden Aufträgen Dritter ergibt. Es besteht ganz klar die Absicht, dass Segula Technologies in Rüsselsheim und Dudenhofen auch langfristig ein Entwicklungspartner von Groupe PSA und Opel wird. Wie oben bereits kommentiert, würde bei einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen sichergestellt, dass beide Parteien (Opel und Segula) langfristig über das notwendige Know-How verfügen, erfolgreich in der Entwicklung tätig zu sein.

      • Naja, sagen wir mal wie es ist.
        Opel verkauft 2000 Ingenieure und holt sich einen Dienstleister vor die Tür, damit der dann die Arbeit macht.
        Der vergibt dann bald Verträge alla friss oder Stirb an die “neue” Belegschaft und verkauft deren Arbeit wieder teuer an Opel zurück.

        Schönen Welt…

        • Das ist doch reine Spekulation.

          Zumal was ist die Alternative? Dann gibts 2021 betriebsbedingte Kündigungen, der Drops ist gelutscht und 2000 Ingenieure sitzen auf der Straße. Respekt.

          • So weit denken die meisten Menschen eben nicht. Mit Segula wurde meines Erachtens die bestmögliche Lösung für 2000 Menschen gefunden, die sonst nach der Loslösung von GM auf der Strecke bleiben würden. Diese Firma ist breit aufgestellt und nicht allein auf den Automobilsektor konzentriert. Nochmals: Das ist in Anbetracht der Umstände die intelligenteste und zukunftsfähigste aller Lösungen.

          • @Ragescho @Jeff Die 2000 Ingenieure sitzen dann weiterhin in Rüsselsheim, welche Autohersteller sind denn da in der Nähe außer Opel? Niemand.
            Warum also setzt sich ein Dienstleister genau in die Nähe einer einzelnen Firma und wählt keinen günstigeren Standort? Weil jetzt schon klar ist das diese Firma Hauptauftraggeber sein wird.
            Die Opel Mitarbeiter die hier ausgelagert werden dürfen ihre Arbeit wahrscheinlich fast unverändert weiter verrichten und werden den Großteil ihrer Zeit mit Aufträgen für Opel/PSA verbringen. Dafür kriegen sie dann allerdings deutlich weniger Gehalt und beide Firmen sparen Geld.
            Nenne es Spekulation, aber wenn man als Unternehmen nur die Dollarzeichen sieht wäre das eine lukrative Möglichkeit hochbezahlte Leute deutlich billiger die gleiche Arbeit machen zu lassen, oder?

          • @ DerD, 8. September 2018 – 09:58 Uhr
            fragt “welche Autohersteller sind denn da in der Nähe außer Opel?” und gibt die falsche Antwort.

            In Rüsselsheim sitzt seit 2003 auch das Hyundai Motor Europe Technical Center GmbH (HMETC), in unmittelbarer Nachbarschaft zur Anschlußstelle “Rüsselsheim-Königstädten” von der Adam-Opel-Straße an die Autobahn A60.

            Das HMETC stellt ein…

          • am 6. September 2018 – 12:37 Uhr (#comment-1243241) fragte ich zu den 2000 an Segula abzugebenden Leuten:

            »Ziehen die um in ein neues Gebäude woanders in Rüsselsheim, oder bleiben die Leute an ihren bisherigen Arbeitsplätzen sitzen, kriegen ihr Gehalt nur von einer anderen Firma, Segula Technologies GmbH?«

            und erneut am 7. September 2018 – 08:03 Uhr (#comment-1243268)

            »ob die 2000 an Segula auszugliedernden Leute auf dem aktuellen Gelände des ITEZ verbleiben oder in ein von Segula neu zu bauenden “Campus” umziehen sollen.«

            und die Antworten gingen auf diese Frage nicht konkret ein. Jetzt aber lese ich in der “autogazette.de” im Artikel »Segula an Teilen von Opels Entwicklungszentrum interessiert« datiert 5. September 2018 wie Lohscheller aus einer Telefonkonferenz zitiert wird: „Niemand muss umziehen, niemand muss sich Sorgen machen um den Beschäftigungsschutz.“

            Und: »Segula habe ein „sehr überzeugendes Zukunftskonzept“ zum Ausbau seiner Kapazitäten in Deutschland vorgelegt, sagte Lohscheller. So wolle das weltweit tätige Unternehmen mit derzeit 11.000 Mitarbeitern in Rüsselsheim seine Zentrale für Nordeuropa errichten.«

            Die vorher hier verlinkte Pressemitteilung von Segula kann ich nicht lesen, weil deren Website nicht mehr von jedem Browser aufrufbar ist.

          • @Beobachter7 Richtig, allerdings ist Hyundai dort bei weitem nicht so groß wie Opel in Rüsselsheim. Wenn Segula wirklich an einer Europa Zentrale in Deutschland interessiert ist, wären andere Standorte in Süddeutschland (Nähe zu Audi, BMW, Porsche, Mercedes, etc.) oder im Norden (VW, Ford) für einen unabhängigen Dienstleister aus meiner Sicht günstiger.

            Daher meine Vermutung, wenn man schon die Entscheidung trifft nach Rüsselsheim zu gehen wird es wohl daran liegen das von dort auch viele Aufträge kommen werden.

          • @D
            Wie du dir hier alles zurecht biegst wenn man mit Fakten kommt, ist schon lustig.
            Hyundai zu klein, im Bahn und Energiesektor keine Aufträge in Europa.
            Man kann bei dir eigentlich nur noch den Kopf schütteln.

          • @Klicker Was biege ich mir denn zurecht? Wieviele Leute arbeiten denn bei Hyundai in Rüsselsheim? 500? 1000? Das ist kein Vergleich zum Opel Werk. Und ob für den Bahn oder Energiesektor unbedingt 2000 Opel Ingenieure mit ausschließlich PKW/NFZ Erfahrung so ideal sind, naja.

            Den Kopf schütteln muss man eher bei Leuten wie dir 🙂

          • Mir war Segula Technologies bisher auch nicht bekannt, bei wiki mal gestöbert,

            “In Deutschland und Österreich hat Segula Technologies rund 550 Mitarbeiter an den Standorte in Köln, Landshut, München, Stuttgart, Wolfsburg, Görlitz, Steyr, Graz und Wien.”

            Insofern sind ja bereits typische Auto-Standorte dabei.
            Und bei deren offensichtlicher Expandierung dann hier bei OPEL ein großer Brocken dazu kommend möglich.

          • Tja, warum sollte ich als Dienstleister meine Firmenzentrale genau dahinsetzen, wo es Dienstleister wie Sand am Meer gibt? Großraum München, Großraum Stuttgart, Ruhrgebiet. Alle überflutet mit Dienstleistern für den Automobilsektor.

            Hessen liegt zentral. Mit der Nähe zum Flughafen, wo unter anderem Lufthansa ihren Firmensitz hat, DB Schenker. Chemiesektor ist auch gut vertreten im Rhein-Main-Gebiet.

            Aber es ist immer alloe nur schwarz und grau nicht wahr?

          • Ob HMTEC wirklich einstellt bezweifel ich wenn man sich anschaut das einige Stellen schon über ein Jahr ausgeschrieben sind, man schaut eher was es so auf dem Markt gibt und zeigt etwas Flagge.
            Aber ob es Leute gibt die dann für ein asiatisches Unternehmen arbeiten wollen ist nochmal eine andere Sache – die Franzosen zeigen ja schon sehr deutlich wieviel man von Vorurteilen halten sollte oder auch nicht.

            Outscourcen und wieder reinholen ist ja ein bekannter Trick, hat der Opel ja in der Vergangenheit schon oft gemacht mit zweifelhaftem Erfolg.

            Ob es jemals betriebsbedingte Kündigungen gibt bezweifel ich jedoch sehr stark. Die Bücher wird ein Unternehmen niemals einem Unabhängigen zeigen wollen..

  4. In der Pressemeldung vom Mi, 13/06/2018 – 18:15 daß das ITEZ “die technische Verantwortung weltweit für die nächste Generation an besonders effizienten Benzinmotoren für alle Marken der Groupe PSA (Peugeot, Citroën, DS Automobiles, Opel und Vauxhall)” übernehmen soll, “die nächste Generation an Vierzylindermotoren”.

    Wenn aber nun die “Anlagen der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung” an Segula abgegeben werden sollen … wie soll das gehen? Oder soll in Rüsselsheim nur die Veantwortung verantwortet werden, während die eigentliche Entwicklungsarbeit woanders läuft?

    • @Beobachter7: Man muss ja nicht vom Schlimmsten ausgehen. Heute haben wir erst einmal wichtige Neuigkeiten zur Zukunft unseres Entwicklungszentrums kommuniziert und die Sozialpartner über einen potenziellen strategischen Partner informiert. Die globale Verantwortung für die Entwicklung der nächsten Generation hocheffizienter Benzinmotoren für alle Marken der Groupe PSA ist bereits kommuniziert und vereinbart. Eine wichtige Aufgabe fürs Rüsselsheimer Entwicklungszentrum: Die EP-Motorenfamilie ist neben den bekannten PureTech-Motoren die zweite Benzinmotoren-Familie der Groupe PSA. Sie umfasst Vierzylindermotoren, ist für den Einsatz in allen Marken der Groupe PSA in China, Europa und Nordamerika ausgelegt und erfüllt die zukünftigen Emissionsstandards dieser Märkte (hoher Wirkungsgrad, geringe Verbrauchswerte, niedrige CO2-Emissionen). Diese neue Motorenfamilie ist ein großartiges Beispiel für die vielfältigen Synergien und gebündelte Hightech-Performance, von denen alle Marken der Groupe PSA in einer klassischen Win-win-Situation profitieren: sowohl unternehmerisch, in puncto Profitabilität – als auch produktseitig.

        • Nö, aber die Ingenieure würden doch die gleichen sein. Ob nun Opel oder Segula zugehörig ist doch irrelevant.
          Das wichtigste ist das gescheite Motoren dabei herauskommen.

          • Klar – die alten Opelaner werden höchstmotiviert für die Hälfte des Gehalts beim Dienstleister an die Arbeit gehen um die Firma die sie verramscht hat mit einem Sahne-Motor nach vorn zu bringen.
            Was man in der Realität bekommt: ein von 3 Opelanern verantworteter und 200 unterbezahlten Segula Jung-Ingenieuren zusammengebastelter Motor.

          • habe ich auch nicht behauptet – es ist nur eine weitere form und andere option und stelle die gerne genutzt wird.

        • Die globale Verantwortung für die Entwicklung der nächsten Generation hocheffizienter Benzinmotoren liegt bei Opel und ist Teil der Auslastung des Rüsselsheimer R&D-Zentrums. In welchem Umfang Fahrzeug- und Antriebsentwicklungsanlagen zu Segula übergehen, wurde noch nicht kommuniziert. Und von “Hälfte des Gehalts” und “unterbezahlten Ingenieuren” zu sprechen, entbehrt jeder Grundlage. Erstens, steht die potenzielle Partnerschaft unter dem Vorbehalt erfolgreicher weiterer Verhandlungen mit Segula Technologies und den Sozialpartnern sowie der Zustimmung verschiedener Gremien. Zweitens haben wir betont, den künftigen Überkapazitäten auf sozialverträgliche Art und Weise begegnen zu wollen (u.a. Beschäftigungssicherung bis 2023).

          • Es ist und bleibt ein Rätsel, und das sicherlich nicht nur für mich, sondern auch für andere Leser, was mit “strategischer Partnerschaft” konkret gemeint ist, und ob die 2000 an Segula auszugliedernden Leute auf dem aktuellen Gelände des ITEZ verbleiben oder in ein von Segula neu zu bauenden “Campus” umziehen sollen.

            Diese Unklarheit zwingt sogar Sie, Herr Quanz, noch zu nachtschlafender Zeit für ihren Arbeitsvertragspartner tätig zu werden.

          • @Beobachter7: Das bringt der Job als Social Media Manager so mit sich 😉 hier übrigens die Pressemitteilung von Segula Technologies zum Thema.

            Ziele der potentiellen strategischen Partnerschaft:
            👉 hochqualifizierte Arbeitsplätze in Entwicklung sichern
            👉 hochmoderne Entwicklungsinfrastruktur auslasten
            👉 Überkapazitäten erfolgreich begegnen
            👉 Gründung eines europäischen Engineering-Campus

            Dabei würden wir einen klar strukturierten Prozess anwenden, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Fähigkeiten in einem voll funktionsfähigen, wettbewerbsfähig dimensionierten Entwicklungszentrum behalten. Die Fahrzeug und Antriebsentwicklung wird nicht verkauft, es geht um Teilbereiche dieser Aufgabenfelder. Es besteht auch ganz klar die Absicht, dass Segula Technologies in Rüsselsheim und Dudenhofen langfristig ein Entwicklungspartner der Groupe PSA und von Opel wird.

            Und was die betroffenen Mitarbeiter angeht: Diese werden zum Abschlussdatum zu Segula Technologies übertreten. Segula Technologies will den bis Juli 2023 vereinbarten Kündigungsschutz erhalten und hat auch klar gemacht, dass sie ehrgeizige Wachstumspläne haben und das Wissen und die Professionalität der wechselnden Mitarbeiter als ein wichtiges Kapital sehen. In der FAZ hat Hessens IG-Metall-Chef im Interview heute offene und faire Verhandlungen über die Zukunft des Autobauers gefordert.

            Wir stehen hier am Anfang, müssen mit den Sozialpartnern und allen involvierten Parteien die Details diskutieren und ausarbeiten und diesbezüglich kann ich hier nur um Geduld bitten, bis wir mehr Details verkünden können.

            Klar ist, dass wir dabei einen klar strukturierten Prozess anwenden würden, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Fähigkeiten in einem voll funktionsfähigen, wettbewerbsfähig dimensionierten Entwicklungszentrum behalten und schützen die notwendigen Ressourcen. Ich betone noch einmal: Unser Rüsselsheimer Entwicklungszentrum bleibt das Herz der Marke Opel!

  5. Warum wird sich hier permanent über die “Strategische Partnerschaft” aufgeregt. Wenn 2000 Ingenieure an Segula abgegeben werden, dafür PSA/Opel aber Aufträge an Segula vergibt, welche von den neuen Ressourcen bearbeitet werden, dann ist das immer noch eine strategische Partnerschaft.

    Warum muss man wieder alles hier sofort schwarz Malen??? Fakt ist, das ITEZ hat Überkapazität. Man versucht nun den Leute die Möglichkeit zu geben im gewohnten Bereich am gewohnten Standort weiterzuarbeiten. Möglicherweise für eine andere Firma. Aber nein, das ist auch wieder nicht recht. Lieber die 2000 Leute auf die Straße setzen, damit die sich dann irgendwo nen neuen Job suchen müssen? Möglicherweise mit Umzug und allem pipapo?

    Dann wird sich über Tarifverträge und Kündigungsschutz aufgeregt. Leute… fragt doch mal wie viele Ingenieure im ITEZ bitte einen Tarifvertrag haben? Also die Ingenieure die ich kenne arbeiten alle außertariflich, denn deren Gehälter bekommt man in keinen Tarifvertrag.

    Nächster Punkt. Wieso wird hier permanent so getan, als wären französische Firmen die Inkarnation des Bösen, welche Menschen nur als Sklaven halten??? Das ist typisch deutsche Arroganz. Fragt mal die Deutsche Bank-, Siemens- oder Commerzbank-Mitarbeiter, was sie von unseren tollen “deutschen” Werten halten als sie die Kündigung bekommen haben. Keiner kennt Segula. Möglicherweise ist dort das Arbeitsklima und die Konditionen um Welten besser als bei Opel???

    Aber nein, es wird direkt behauptet die Ingenieure würden nach einem Jahr direkt wieder raus geworfen. Das ist doch haltloses Geschwätz.

    Ein internationales, unabhängiges Kompetenzzentrum für Ingenieure könnte für Rüsselsheim das große Los sein um sich zu einem Entwicklungsstandort zu entwickeln und es auch für andere Branchen attraktiv zu machen. Aber sowas bedenkt auch keiner.

    • Ingenieure mit einem AT-Gehalt sind auch vom Tarifvertrag geschützt.

      Auch wenn das Gehalt außertariflich ist, werden Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Pausenregelungen, Urlaubszeiten und Urlaubsgeld usw usf vom Tarifvertrag mit der IG Metall geregelt.

      Die tarifvertraglichen und Betriebsvereinbarungen zum Betriebsübergang von der Adam Opel GmbH zur Opel Automobile GmbH beinhalten ja wohl auch, daß die Opel Automobile GmbH Mitglied ist im Arbeit”geber”verband der metallverarbeitenden und Elektroindustrie und damit an den Flächentarifvertrag mit der IG Metall gebunden.

    • @Ragescho @Klicker Ich glaube ihr versteht nicht was Überkapazitäten sind. Wenn es diese gäbe hätte man die Leute einfach rausgeschmissen. Wenn man sie aber in einem anderen Unternehmen wieder anstellt damit sie die gleiche Arbeit weitermachen können dann braucht man diese Menschen doch (keine Überkapazität), aber man nutzt die Möglichkeit die gleichen Arbeiter für deutlich weniger Geld zu haben.
      Ganz nebenbei bemerkt hat Opel doch 500 Millionen Gewinn gemacht, ist das nichts?

      Wenn die Arbeitsbedingungen bei Segula vergleichbar mit Opel wären hätte man diesen Deal garnicht erst gemacht, denn dann wäre das für Opel teurer als die Ingenieure zu behalten weil Segula auch noch Gewinn machen muss.

      Wirklich “haltloses Geschwätz” ist es hier ernsthaft zu behaupten das diese Einigung irgendein Vorteil für die Mitarbeiter hätte.
      Ich finde es ziemlich lustig wie ihr euch das hier schönredet, was würdet ihr eigentlich machen wenn euer Chef euch “outsourced”, ihr 40% weniger Gehalt kriegt und die gleiche Arbeit weitermachen dürft?
      Diese Doppelmoral ist schon verdammt unterhaltsam.

        • Als Opel vor ein paar Monaten die Zahl der Mitarbeiter wirklich reduzieren wollte hat man Abfindungen angeboten, das hat Sinn gemacht.
          Diese 2000 Mitarbeiter werden allerdings ganz offensichtlich weiterhin gebraucht, haben aber gute Gehälter.
          Also holt man sich einen Dienstleister ins Haus der praktisch nebenan seinen Sitz haben wird, die 2000 Leute werden zu schlechteren Bedingungen wieder eingestellt und dürfen die gleiche Arbeit wie vorher machen.
          So dreist war selbst GM meines Wissens nicht gewesen.

          • Nein, besser wäre es die Mitarbeiter einfach zu behalten und nicht mit Lohndumping und Ausverkauf zu versuchen noch mehr Gewinn zu machen.

          • @ DerD, 8. September 2018 – 20:38 Uhr

            Ich sehe da noch kein Lohndumping, und “Ausverkauf” kann man das auch nicht unbedingt nennen. Es ist halt ein Fakt, daß PSA eine weit kleinere Firma ist als General Motors, und es klingt auch plausibel, daß das INTERNATIONALE Entwicklungszentrum ohne die Aufträge aus der globalen GM-Welt nicht ganz auszulasten ist.

            Was “Lohndumping” angeht — so wie die deutsche Unternehmerschaft über einen Mangel an Fachkräften klagt, sollten die qualifizierten Opel-Ingenieure woanders Arbeit finden, und sei es etwas südlicher in Rüsselsheim selbst bei Hyundai. Also haben die schon einen Hebel in der Hand, um ihre materiallen Interessen zu verteidigen. Es muß dazu einen Betriebsübergang geben nach § 613a BGB. Und in dem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob dieser von Opel an Segula übergehende Betriebsteil weiterhin dem Flächentarifvertrag der IG Metall unterliegt, oder ganz ohne Schutz eines Tarifvertrags.

            Es scheint ja auch so gedacht zu sein, daß die 2000 an Segula abzugebenden Leute weiterhin auf ihren bisherigen Arbeitsplätzen sitzen bleiben, und nicht in ein neu zu erbauendes Segula-eigenes Gebäude umziehen. Das wird man aber noch genauer hinterfragen müssen.

          • Mit “besser….einfach”, mag das von außen/derzeit so mancher sehen (wollen).
            Ist aber evtl. mit interna/zukünftig so nicht darstellbar !

            Und nicht alles wird man auch weiterhin kommunzieren können, zum quasi “mitmachen”, geschweige mit entscheiden.

            Gibt es sonst noch einen (Auto/Firmen-) Blog mit so weitreichenden, offenen Kommentarfunktionen ?!?

          • @Beobachter7 Ja, PSA ist kleiner und deswegen ist es auch logisch das Personal abgebaut werden muss. Grade das scheint hier aber nicht das Ziel zu sein. Wenn es wirklich so kommen sollte das die Ingenieure sogar am Arbeitsplatz bleiben und nur für eine neue Firma arbeiten ist der Beweis dafür ja eigentlich erbracht. Aber wir werden sehen.

            Über den Mangel an Fachkräften kann ich mittlerweile nurnoch lachen, eine Erfindung der Wirtschaft. Lohndumping ist mittlerweile in allen Arbeitsbereichen angekommen, Leiharbeit ist auch bei Ingenieursberufen keine Seltenheit mehr. Oder einfach mal einen Jungingenieur fragen wieviele Bewerbungen er schreiben musste oder wieviele andere im Assessment Center saßen.
            Ich weiß nicht wie Segula bezahlt, aber Opel hat einen sehr sehr guten Haustarif der deutlich über “normalem” Tariflohn liegt. Wenn man bei einem großen Automobilhersteller im Werk arbeitet wird man vermutlich bei keinem Dienstleister auch nur annähernd das Gleiche bekommen.

          • Da die Löhne im Frankreich höher sind als in Deutschland, werden sie min.das gleiche verdienen wie jetzt.
            Entlassenen wird auch nieman nach 5 Jahren wenn alles gut läuft. Keiner übernimmt 2000 Arbeiter um sie erst nach 5 Jahren entlassenen zu können.

          • Und wo steht geschrieben das Segula französische Löhne an deutsche Mitarbeiter in Deutschland zahlt? Was in 5 Jahren ist weiß man nicht, aber es ist zumindest schonmal gut das der Kündigungsschutz bis dahin bleibt

          • Vielleicht geht es “allen” auch zu gut ?!

            Andere Branchen haben Ü40-Std.-Woche, kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld, halten den “Arsch hin” auch am Wochenende, werden bepöbelt, angegriffen,… aber der job gilt ja DAFÜR als sicher weil verbeamtet…

          • Ich nimm an, dass die 2000 Mitarbeiter per Betriebsübergang nach § 613a BGB übergehen, somit bleiben alle Betriebsvereinbarungen sowie der Tarifvertrag mit der IG Metall bestehen und gelten weiter. Die Mitarbeiter erhalten auch in Zukunft alle tarifvertraglichen Lohnerhöhungen. Eine Verrechnung mit übertariflichen Zulagen ist möglich, ist aber kontraproduktiv fürs Betriebsklima. Dies gilt solange, wie man keinen neuen Arbeitsvertrag unterschreibt. Ich selber habe schon einen solchen Betriebsübergang hinter mir. So ein Übergang ist auf jeden Fall besser als eine Kündigung, dann steht man plötzlich von einem auf den anderen Tag ohne Arbeit dar. Bei meinem Übergang war die Konstellation ähnlich, am Anfang hatten wir viele Auftäge von der alten Firma, welche mit den Jahren immer weniger wurden. Mit den Jahren haben einige Kollegen sich innerhalb der neuen Firma beworben und neue Aufgaben übernommen, andere, wie ich, haben sich in aller Ruhe aus einer gesicherten Position heraus bei anderen Firmen beworben.

          • Das Thema niemand übernimmt 2000 Leute um sie dann zu kündigen lässt mich etwas grinsen mit dem Kauf durch PSA und dem goldenem Handschlag für 3700 Leute 😉

      • Es hat sich was verändert (man wurde verkauft / neue Führung !):

        Daher ändert sich die (Entwicklungs-) Auftragslage in Menge und Art.

        Entsprechender Weise ist das Personal dafür anzupassen in Menge und Zusammensetzung.

        Fertig.

        • Nochmal: Diese Mitarbeiter werden vermutlich größtenteils immernoch an Opel Projekten arbeiten (anders ist die Standortwahl Rüsselsheim von Segula nicht zu erklären). Sie machen also die gleiche Arbeit wie vorher auch, nur zu schlechteren Bedingungen und weniger Geld.
          Hier wird kein Personal abgebaut (wie mit den Abfindungen vor ein paar Monaten), sondern die gleichen Mitarbeiter zu schlechteren Konditionen wieder neu eingestellt.
          Es handelt sich also nicht um eine Anpassung der Mitarbeiterzahl an eine neue Auftragslage sondern um eine Reduzierung der Lohnkosten bei (mehr oder weniger) gleicher Mitarbeiterzahl.
          Dadurch soll der Gewinn erhöht werden was hier fälschlicherweise als Partnerschaft angepriesen wird.

          • Die Standortwahl ist ganz einfach zu erklären. Wo kann man sonst derzeit in Europa 2000 Ingenieure auf einen Schlag einstellen? Sie könnten natürlich auch nach Stuttgart gehen und die Leute bei MB und Porsche abwerben, klappt bestimmt prima. Also manchmal…

          • Von den 2000 Mitarbeitern auf einen Schlag profitiert man nur kurzfristig, von einem günstigen Standort aber langfristig. Als Dienstleister ist Nähe zum Kunden sehr wichtig, in Rüsselsheim ist Opel der einzige Autohersteller weit und breit (mit noch ein paar Zulieferern in der Nähe), während im Süden zB. gleich mehrere Hersteller auf einem Fleck sitzen.
            Einige Opel Ingenieure hätte wahrscheinlich auch kein Problem damit den Standort zu wechseln wenn die Bezahlung gut genug ist.

          • Eine zentralere Lage als Rüsselsheim ist doch kaum zu finden. Von dort ist man doch in wenigen Stunden in sämtlichen Automobilwerken der Republik. Ferner hat Segunda ja auch noch andere Standbeine außerhalb der Automobilindustrie.

            Wie viele der 7000 Leute haben denn in der Vergangenheit explizit für Opel gearbeitet? Dass das Verhältnis von 7000 Ingenieuren zu gut 30000 Mitarbeitern gesamt Europaweit nicht ganz gesund ist sollte doch einleuchten. Der VW-Konzern müsste demnach ein Entwicklungszentrum von ca. 130000 Leuten haben.

          • Also 120k Leute arbeiten für VW alleine in D. Davon 65k in Wolfsburg, laut VW Seiten.
            Ob da wirklich nur 10% im Entwicklungszentrum arbeiten bezweifel ich mal stark 😉

          • @Insi69

            “Wie viele der 7000 Leute haben denn in der Vergangenheit explizit für Opel gearbeitet?”

            Eben. Das checken die meisten hier nicht. Von daher ist die Anpassung nur logisch. Opel macht es dabei noch sehr human, mit 5 Jahren Arbeitsplatzgarantie.

          • @Hmm

            Kannst Du mir diese Aussage mal näher erläutern?

            Also 120k Leute arbeiten für VW alleine in D. Davon 65k in Wolfsburg, laut VW Seiten.
            Ob da wirklich nur 10% im Entwicklungszentrum arbeiten bezweifel ich mal stark 😉

            VW hat weltweit ca. 650k MA, Opel hat gut 30k. Opel hat davon ca. 7k Ingenieure. VW müsste bei dem Verhältnis 120 k Ingenieure haben. Haben sie das? Nein, haben sie nicht. Jetzt meine Frage, hat VW zu wenige oder Opel zu viele?

      • Du machst die dir Welt auch recht einfach oder? Was genau ist der Unterschied zwischen Opel und Segula? Richtig Segula ist branchenübergreifend tätig. Sie könne verschiedene Auftraggeber aus verschiedenen Branchen haben. So kann man Ressourcen breit auslasten.

        Das geht bei Opel nicht. Fallen die GM Aufträge weg gibts nichts anderes mehr dazu, zu dem was innerhalb der PSA Gruppe gefordert wird.

        Vielleicht auch mal über den Tellerrand denken?

        • Offensichtlich hat Segula größere Pläne und möchte wachsen, sonst würde man kaum 2000 Ingenieure integrieren wollen. DerD hat irgendwie die Idee, Segula tut sich das rein aus Spaß an der Freude an, und zahlt dann in fünf Jahren gerne Abfindungen für 2000 Leute, die man nach der Frist dann ebenso aus Spaß an der Freude wieder entlässt. Das überfordert mich irgendwie. Da komme ich rein intellektuell nicht mehr mit.

          • Das ist so wie die letztes Jahr verbreitete Vorstellung, PSA würde die Opel-Fabriken nur kaufen wollen, um sie stillzulegen.

            Tatsächlich hat PSA mit der Motorenfabrik in Tychy sogar eine schon stillgelegte Fabrik gekauft. Die Produktion dort war 2015 eingestellt worden. Jetzt wird die umgerüstet für die Produktion von Benzinmotoren für die kleinen PKWs, die im slovakischen Trnava gebaut werden (208, C3). PSA spart sich damit den Bau einer Motorenfabrik in Trnava und sehr viel Transportkosten, wenn die Motoren nicht mehr aus Frankreich angeliefert werden müssen.

            Die Fabrik in Tychy wurde ursprünglich von Isuzu errichtet, wurde später zu einem Joint-Venture GM-Isuzu, und schließlich GM Powertrain Europe alleine.

          • Naja in Tychy waren wohl eher EU Fördergelder der Motivator aber mit dem ganzen hin und her mit Ungarn ist da ehh fraglich was das ganze überhaupt sollte.
            Wobei es für PSA natürlich clever ist – die Werke laufen ja und kann man auslasten und dürfte auch schneller gehen als neubauen.
            Entwicklung weidet man aus und fertig sind die Marktanteile.
            Günstiger und Mehrprofit als über andere Wege die Marktanteile übernehmen – klassische Hedge Fond Arbeitsweise…

  6. Die neuesten Nachrichten über Opel klingen ja wieder richtig nach Motivation für alle Mitarbeiter und Kunden von Opel.
    Da die Kunden ja noch immer keinerlei Zukunfts-Perspektiven für die nächsten 4 Jahre hören bleibts wohl bei den wenigen Hoffnungen der Gut(en)-Menschen hier.
    – Ingenieure in Dienstleistungsauffanggesellschaft
    – Opel Adam weg (Junge zukünftige relativ zahlungsbereite Kundschaft weg ) ca. 2400 Autos je Monat weg
    – Zafira weg (Verkäufe ??)
    – Astra immer noch null Info über Facelift
    – Corsa (derzeit wahrscheinlich permanent mit Rabatten verkauft und in Zukunft) – Trotz des Alters wahrscheinlich noch über 2000 Autos je Monat
    – Insignia im Juni mit ca 2000 Verkäufen im Monat
    Was bleibt – Die Zukunft von Opel ?
    – Opel Grandland X mit immerhin 1000 Auto zuletzt und 5000 im Jahr
    – Opel Crossland X mit 2000 Auto je Monat
    Fazit / Perspektive ?
    Was sollen die Händler denn in 2 Jahren verkaufen ?
    An wem sollen die denn die Rentner SUVs Crossland X und Grandland X verkaufen ?
    P.S.: Ich hatte vor einigen Monaten über den Rentner-Werbespot zum Grandland meine Verwunderung geäußert.
    Die Werbeagentur ist jetzt scheinbar bei Opel rausgeflogen. Scheinbar hatten auch wichtige Leute ihre Bedenken über die Botschaft des Spots.
    Einzig Positives:
    Noch bleiben die Imageträger Herr Klopp und Frau Zimmermann bei der Stange.
    Ich hoffe, die fallen nicht auch bald dem Sparzwang (Gewinnwahn) des Herrn T. zum Opfer.
    Die Kunden, die noch einen bösen GM Opel fahren sind sehr zufrieden.
    Ob die Kunden bis 2025 warten werden ?

      • @roral: Um das ganze mal kurz aus persönlicher Mitarbeitersicht zu beurteilen – es ist schon motivierend, dass Opel seit so langer Zeit wieder Gewinn schreibt und auch die Marschrichtung ist gegeben: Mit dem Turnaround-Plan PACE! hat Opel das klare Ziel, global, elektrisch und profitabel zu werden. Bis 2026 streben wir eine operative Marge von 6% an.

        Das Management hat bereits im vergangenen November bei der Präsentation des PACE!-Plans angekündigt, dass wir strategische Partnerschaften in Betracht ziehen. Angesichts stark abnehmender Arbeitsumfänge durch sinkende Aufträge externer Unternehmen in unserem Entwicklungszentrum müssen wir eine Lösung finden und haben uns intensiv um ein Projekt zur Sicherung hochqualifizierter Ingenieurarbeitsplätze hier in Rüsselsheim bemüht. Darauf zielt der Vorschlag im Beitrag oben ab. Wir haben mit einer Reihe von potenziellen Partnern gesprochen und Segula Technologies hat sich eindeutig als das Unternehmen mit dem besten und nachhaltigsten Konzept präsentiert.

        Gleichzeitig bleibt das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim das Herz von Opel: 15 Kompetenzzentren (u.a. Entwicklung von Sitzen, Schaltgetrieben und Brennstoffzellen), globale Verantwortung für EP-Benzinmotorenfamilie + Übertragung der Entwicklungsleitung für leichten Nutzfahrzeuge. Wir werden unsere Autos weiterhin mit dem gleichen Fokus auf die Ansprüche unserer Kunden konstruieren – mit deutscher Präzision, Qualität und Zuverlässigkeit. Daher würden wir einen klar strukturierten Prozess anwenden, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Fähigkeiten in einem voll funktionsfähigen, wettbewerbsfähig dimensionierten Entwicklungszentrum behalten. Wir schützen die notwendigen Ressourcen.

        Und was die Modellpalette angeht: Opel ist mit den Modellen Crossland X, Mokka X und Grandland X im wachstumsstarken SUV-Markt hervorragend positioniert. Der Grandland X wird in Kürze die 100.000er Marke an Bestellungen knacken. Opel wird die Präsenz in diesem wachsenden Segment weiter steigern mit dem Ziel, dass bis 2021 rund 40% der Verkäufe auf SUVs entfallen.

        Zum künftigen Modellportfolio geben wir keine detaillierte Auskunft, haben aber z.B. bereits den Vivaro https://de-media.opel.com/de/04-04-neuen-opel-vauxhall-vivaro und die neue Corsa-Generation angekündigt. Grandland X PHEV und e-Corsa werden unsere Elektrifizierungsstrategie beflügeln. Zum Rest: Opel folgt dem strategischen Ziel, sich auf profitable Vertriebskanäle zu konzentrieren und so die Erträge pro Fahrzeug zu steigern. Diese Konzentration auf Geschäfte, die sich finanziell lohnen, ist ein zentrales Element des Strategieplans PACE!, mit dem Opel als eigenständige Marke profitabel, global und elektrisch wird.

        • @Herr Quanz,
          danke für das prompte Feedback. Ich lasse mich gern positiv überraschen.
          Ich verfolge die Entwicklungen bei Opel aktiv, aber mit etwas Unbehagen.
          Derzeit fahre ich einen sehr guten Astra K ohne jegliche Probleme.
          Meiner Meinung nach benötigt Opel positive Nachrichten und Signale der Stabilität nach Außen. Ich sehe durchaus viele Chancen, die sich Opel nun bieten um Synergien zu nutzen. PSA verdient derzeit viel Geld. Wenn Opel seine Marktanteile halten oder perspektivisch steigern will sollte PSA den Kunden auch kurzfristige Perspektiven aufzeigen. Das passiert nicht. Ich höre nur von Forderungen an die Belegschaft.
          Bei uns in Baden-Württemberg fahren z.B.: sehr viele Adams rum. Wer füllt die Lücke ab 2019 ? Der Corsa ? Warum wird das nicht in Aussicht gestellt ?
          Allen Mitarbeitern von Opel, die jetzt outgesourct werden wünsche ich eine positive Zukunft. Ich hoffe es kommt so.

          • Wir sind auf einem guten Weg. Unser Ziel der strategischen Partnerschaft ist klar: Wir wollen die Arbeitsplätze in Rüsselsheim sichern und so die lokale Wirtschaft stärken. Eine erfolgreiche Umsetzung wäre ein weiterer großer Fortschritt bei der Umsetzung unseres Strategieplans PACE! und auf dem Weg zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit sowie einem „Neuen Opel“ für die nächsten Dekaden.

            Zu den Modellen oben: Ich verstehe die Neugierde nach ADAM, Astra, Mokka-Nachfolgern. Wir geben über die Infos in meinem Kommentar oben (Vivaro, Corsa, Grandland X PHEV) keine Auskunft über unser künftiges Produktportfolio. Ihr könnt den Corsa aber mit Spannung erwarten 🙂 Es ist auch richtig, Opel benötigt mehr positive Nachrichten und Signale der Stabilität nach Außen. Daran arbeiten wir, indem wir den Herausforderungen mit dem PACE!-Plan begegnen und Opel nachhaltig erfolgreich aufstellen wollen. Der Halbjahresgewinn gibt hier natürlich Rückenwind.

          • “Es ist auch richtig, Opel benötigt mehr positive Nachrichten und Signale der Stabilität nach Außen. Daran arbeiten wir…”

            Jepp. Das muss durch und durch in allen Abteilungen gelebt und für Außen umgesetzt werden: “Tue gutes und sprich darüber”

  7. Lieber Herr Quanz,

    meinen Respekt für Sie, wie offen und geduldig Sie die Dinge erläutern, mit Kompetenz und Herzblut. Mich haben Sie damit auch emotional erreicht, bzgl. der Mitarbeiterschaft und Identität. Gute Nerven auch weiterhin!
    Und: Hervorragend, dass es nach wie vor und hoffentlich auch weiter diese Plattform zum Austausch mit Opel gibt!

  8. Ich lese hier immer nur von Ingenieuren ?zum itez gehören aber auch viele Bereiche wie der TDO.
    Was ist mit diesen Mitarbeitern?Wir als Mitarbeiter dieses Bereichs,
    Erhalten seit 1Jahr keine korrekten Informationen.in den aktuellen
    Berichten liest man nix über diese Bereiche?obwohl seit wochen
    Diverse hohe Herren durch unseren Bereich schleichen und sich
    Viele Notizen machen.Es ist ein reines Nervenspiel seit der Übernahme
    Von PSA.es wird Zeit das endlich die Mitarbeiter Informationen über ihre
    Zukunft erhalten und zwar von der Geschäftsführung und nicht aus der
    Presse.

    • TDO ?….

      “Zu den Zentralwerkstätten der Opel Automobile GmbH in Rüsselsheim,
      auch „Tool and Die Operations“ (TDO) genannt, gehört der Presswerkzeugbau
      sowie der Anlagen- und Vorrichtungsbau.”

      Ah ja !

  9. Habe mir jetzt auch mal das Video Segula Technologies angeschaut. Ich hatte vorher noch nichts von diesem Unternehmen gehört. Segula ist mit 11000 Mitarbeitern weltweit ja schon eine Hausnummer. Auch die Geschäftsfelder sind ja nicht nur auf den Automobilsektor beschränkt. Da die Aufträge von GM in der Zukunft wegfallen, sucht man nach Möglichkeiten die Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Was wird eigentlich zur Zeit noch für GM entwickelt ? Hoffentlich kommt es zu einer guten Einigung für die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums.

  10. Zitiert aus AMS: “PSA erwäge nach einem internen Papier vier Bereiche des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim – Antrieb, Fahrzeug-Engineering, Werkzeug- und Lackiertechnik – im von rund 500 Millionen Euro zu veräußern.”
    Das ist die Wahrheit, das absolut wichtigste an einem Auto wird in Zukunft Peugeot machen und nicht Opel. Also muss ich Herrn Lohscheller widersprechen, Opel wird nicht so deutsch wie nie zu vor sondern so französisch! Und das ist für mich der 1. Schritt in Richtung endgültigem Untergang! Die Verkaufszahlen sprechen bände!

    • Opel ist seit 90 Jahren nicht mehr “deutsch”, sondern (bis Ende Juli vorigen Jahres) US-amerikanisch.

      Das ITEZ heißt nicht umsonst “internationales” Entwicklungszentrum, weil es nur eine Abteilung in einem internationalen Entwicklungsverbund war.

      • Ja, nur die durfte für Europa vieles selbst entwickeln! Z.B. den fabelhaften 1.6 CDTi, ich bin (in dieser Kategorie) noch nie ein besseres Triebwerk gefahren! Auch der 1.6 EDIT ist ein toller Motor. Außerdem geht es mir mit deutsch um die Aussage, die schlichtweg falsch ist!

        • Vieles selbst….kannst du das etwas umfassender quantifizieren als in 2 Motoren ?
          Oder umgekehrt, was kann man nach 1 Jahr Verkauf an PSA schon ernsthaft vergleichen ?

          • Naja, die oben genannten Bereiche werden verkauft. Damit ist Opel gar nicht mehr in der Lage etwas selbst zu entwickeln! Abgesehen von den billigen Oberflächlichkeiten!

        • Der CDTI kam aus Turin, da hatte das ITEZ nicht viel Anteil an dem Motor selbst, der Rest im Fahrzeug wurde halt in Rüsselsheim gemacht. Aber da wurde ja immer zwischen Powertrain und Fahrzeugseite (ITEZ) unterschieden…

    • Na ja, so ganz kann das z.B. mit dem Antrieb nicht stimmen. Herr Quanz schreibt doch oberhalb in den Antworten das Opel die nächste effiziente Benzinmotorengeneration für die gesamte Gruppe entwickelt. Opel kann ja auf den wirklich guten und auch leichten, sowie hybridfähigen Plattformen von PSA aufbauen. Natürlich wird es auch Gleichteile geben. Machen andere Unternehmen nicht anders. Das Design, Innenleben, Fahrwerk,… muß sich natürlich innerhalb der Gruppe unterscheiden. Tut es ja auch jetzt schon z.B. bei Grandland X und Peugeot 3008. Die PSA Autos haben sich in den letzten Jahren doch ganz schön gemacht. Die haben mittlerweile auch gute Qualität.
      Verstehe nicht warum die Franzosen oftmals so schlecht dargestellt werden. Im Moment haben die doch einen richtigen Lauf, siehe auch Politik und Fußball.
      Der kommende Corsa, als erstes richtiges gemeinsames Projekt, wird mit Sicherheit ein tolles, und auch ein sehr gutes Auto werden.

      • Nein, P. Quanz schreibt nicht, daß “Opel die nächste effiziente Benzinmotorengeneration für die gesamte Gruppe entwickelt“, sondern daß “das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim für die Entwicklung der nächsten Generation der EP-Motorenfamilie (Vierzylinder) verantwortlich sein” wird, auch wenn ich ausdrücklich die Frage stelle, ob “in Rüsselsheim nur die Veantwortung verantwortet werden [soll], während die eigentliche Entwicklungsarbeit woanders läuft?”.

        Es könnte allerdings sein, daß in Rüsselsheim zwar Entwicklungsarbeit gemacht wird, aber von den ex-Opel-Segulanern, während die verbliebenen Opelaner die Verwantwortung dafür tragen. Und anscheinend auch noch in anderen PSA-Standorten.

        Bezüglich Dieselmotoren möchte ich noch darauf hinweisen, daß einerseits Peugeot eine wesentlich längere Erfahrung mit Dieselmotoren für PKW hat als Opel (der erste Opel Blitz mit Dieselmotor hatte einen Motor vom Peugeot) und andererseits daß GM das Dieselentwicklungszentrum in Turin nicht an PSA verkauft hat, sondern dort die gesamte Dieselstrategie für GM weltweit entwickelt wird. Ob die Dieselentwicklung schon vor dem Verkauf von Opel an PSA statt in Rüsselsheim in Turin zentralisiert wurde, ist mir nicht bekannt. Derzeit bezieht GM noch Dieselmotoren von Opel.

        Noch was: der Partikelfilter für Dieselmotoren wurde von PSA entwickelt, und wurde von denen in dem Rennwagen 908 bei den 24-Stunden von Le Mans vorgeführt.

        • @Beobachter7: Ja, dass ist auch der einzige Einsatzzweck, bei dem der DPF wirklich funktioniert. Denn dort hat er immer die Betriebstemperatur die er braucht und der eklatante Mehrverbrauch ist da auch egal.

          • Äh nein ! Gerade dort gibt es ja bei atypischer Benutzung die Probleme, die einem nahelegen für die Regeneration am Besten noch eine Extra-Runde über die BAB zu fahren.

            Eklatanter Mehrv…..what ?
            Bist du überhaupt schon Diesel (ohne/mit DPF) gefahren ??

          • Sorry, aber das stimmt nicht. Du hast keinen Ahnung, ich hab mir meine Ansichten mal von mehreren FOH’s bestätigen lassen. Der DPF braucht hohe Abgastemperaturen und die sind bei einem Rennen immer da. Im normalen Alltag aber praktisch nie(!)! Darum sollte man ja bei der Regenerationsfahrt möglichst viel über 2000U/min drehen, was für einen Diesel schon eher hoch ist, um damit die Abgastemperatur zu erhöhen. Während der Regenerationsfahrt verbraucht das Auto mindestens das doppelte, teilweise das 3fache des normalen Spritverbrauchs der jeweiligen Geschwindigkeit! Und je nach Technik kommt der DPF alle 300-900km. Vereinfacht: Ohne den DPF würde der Verbrauch pro 100km um ca. 0,3-0,5 Liter sinken(wurde auch schon ausprobiert)! Im Rennbetrieb ist der Verbrauch egal, weil die Benziner im 24h-Rennen immer noch mehr verbrauchen.

            Ja, 5 Stück über ein Jahrzehnt, d.h. jeden davon über einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren(überschneidend nicht in meinem Besitz, aber ich durfte viel damit fahren)!

          • Sorry meinerseits – Ich hatte verkannt das dein Bezug azsschließlich dem letzten teil/rennbetrieb galt.
            Mir ist am Alltag gelegen.

        • Legenden besagen die Diesel Kompetenz wurde abgegeben um Turin überhaupt zu ermöglichen. Kooperation mit Fiat, Isuzu usw. Rest ist bekannt.
          Aber ja, ein paar Ingenieure für die Verbrennung vom Diesel findet man sicherlich irgendwie um dann auch wieder Diesel machen zu können 🙂

          • Jooaar. Da würde ich Peugeot mit seiner “ur-kompetenz” am Diesel schon fokussiere.
            Man sieht ja welche 15 Felder OPEL hat 😉

          • Der Vorläufer Fiat – GM Powertrain in Turin wurde dort gebündelt, um die Kompetenz von Fiat bei der Direkteinspritzung (die hatte als welterstes Fahrzeug 1987 ein Fiat Croma in Serie) zu nutzen (Fiat hat übrigens auch dei CommonRail erfunden!). Damals, als man auch beim Corsa / Punto und Vectra-Signum / Croma II zusammenarbeitete … da war ja GM mal kurz bei Fiat mit im Boot. 2005 wurde das JV von 2000 wieder aufgelöst, GM zahlte Fiat 1,55 Mrd. €. GM Powertrain wurde 2005 ausgegründet und in Turin belassen. Der 1.9er Diesel im Vectra mit 150 PS – damals Best Diesel-Engine in allen Tests, der noch immer Basis für den heutigen 2.0er ist, war von Fiat! Und der 1.3er Diesel (nur noch im Corsa erhältlich) ist ein Kooperations – Ergebnis aus dieser Zeit. Unabhängig davon war der 1.7er (bis in den Astra J eingebaut) in der Basis von Isuzu. Schon das zeigt, welchen GM – Irrsinn diese angeblichen Kompetenzzentren nicht verhindert haben … GM Powertrain hat jedenfalls den 1.6er entwickelt, der noch immer als erster Voll-Alu-Diesel und als leisester (Flüster-) Diesel in der Klasse gilt. Da geht Opel bald etwas verloren, was richtig gut ist!

      • @nomis: Ja, dazu nur eine Anekdote. Ein bekannter von mir hat einen Peugeot 308 Gti. Nach 6 Monaten(!) kapitaler Getriebeschaden! Auch sonst ist er noch nie so ein schlechtes Auto gefahren, elektronische Ausfälle hier, mechanische Ausfälle da(das Getriebe ist nicht das einzige). Die Langzeitqualität ist gelinde gesagt ein Desaster(siehe Qualitätsreport die letzten 10 Jahre). Vielleicht wird es jetzt besser, aber all zu viele Hoffnungen mach ich mir da nicht. An die Koreaner/Japaner kommt PSA bei weitem nicht heran.

        PS: Diese Benziner kommen 2022 und damit viel zu spät. Wenn Opel sein Zulassungsproblem bis dahin nicht im Griff hat, wird man die Benziner gar nicht mehr brauchen. Dass ist die traurige Wahrheit.

        • 1 Bekannter mit 1 Getriebeschaden – wie ist man nach nur 6 Monaten damit verfahren => Garantie ?!
          Wohl kaum repräsentativ, nicht zwingend mehr ein Autoforum wie z.B. MT. Aber da finde ich dann z.B. noch gar nix davon – müßte ja mind. mal 1, 2 weitere damit auftauchen, wenn das wirklich so tragisch wäre.

          Was kennt man aber ganz unabh. von einem Autoforum.
          DSG ! Und dessen Probleme !…

          • Nur mal so, in meiner Region ist das der einzige, der Zugelassen wurde! Du weißt in Ö. muss man sich 272PS leisten können.

          • Ständig sinkende Zulassungen über einen langen Zeitraum(bei Opel seit 1994/95) + erhöhte Tageszulassungen weil die Autos sonst fast gar nicht mehr verkauft würden.

    • Der Verkaufszahlen sprechen Bände, weil so Leute wie du, möchtegern Experten und werbefinanzierte Journalisten Opel seit Jahren Tod reden.

      Natürlich bin ich als Kunde verunsichert wenn mir jeden Hinz und Kunz dauern erzählt, dass die Firma eh bald dicht macht.

      Opel könnte aktuell das geilste und beste Auto der Welt auf den Markt bringen und der Golf könnte komplett aus Hartplastik sein, die Leute würden ihn trotzdem kaufen und der Welt erzählen wie toll ihr Auto ist.

    • Wir wissen hier das du dir das sehnlichst wünscht und schon oft den Untergang propagiert hast. Wie oft. Schon 100 Mal?
      Was ist passiert? Opel ist immer noch da und macht mal eben 500 Mio. plus.
      So viel zu deiner Ahnung vom Thema!!

  11. Ich gebe der Marke Opel noch 5 Jahre dann ist Schluss mit Opel-Made in Germany, Deutsche Ingenieurkunst. Ich fahre seit 22 Jahren Opel. Aktuell Astra K. Ich habe den Verkauf von GM an den PSA-Konzern positiv gesehen. Als Chance eigenständiger zu werden. Leider kann ich aktuell nichts davon sehen. Ich werde bei der Marke Opel bleiben aber keine neuen Fahrzeuge mehr kaufen da ich PSA Modelle nicht mag. Von der Marke Opel wird nur noch der Name übrig bleiben. Die Fahrzeuge sind Peugeot halt mit dem Blitz vorne drauf. Schade

    • „Jeder neue Opel wird zukünftig in Rüsselsheim entwickelt.“ Original-Zitat des Herrn Lohscheller. Mehr original Opel gab es noch nie, oder böse gesagt: Aktuell ist Opel noch ein Gemischtwarenladen. Was wollt ihr denn noch? Die alten GM-Zeiten zurück, als ein GT-Roadster für den europäischen Markt ein umgelabelter Pontiac Solstice in zweifelhafter Verarbeitungsqualität war? Oder ein Sintra mit zweifelhaften Sicherheits-Eigenschaften?
      Es wird so kommen: Mit der französischen Mutter PSA wird Opel deutscher sein dürfen als je zuvor. So paradox das zunächst klingen mag.

        • Wenn er wüsste was beim Astra-K so alles nicht “Made in Germany” ist…(!)
          Und das positiv sehen hat ja “irre” lange angehalten – nach so einem Firmenverkauf geht ja auch alles von gestern-auf-heute….

          Aktuell und in 5 Jahren. Mit diesem Weitblick. “Optimal”

  12. Ich frage mich eher wieso die Opel Manager in dem Jahr seit Verkauf nicht ähnliches gestartet haben – also Opel Engineering welches Projekt die der Markt braucht abdeckt.
    Für mich klingt das alles noch nach der Lehmschicht die noch weg muss bevor es hätte vorwärts gehen können.
    Gerade wenn es heißt die Belegschaft wäre zu alt (=zu teuer) klingt das eher so als gäbe es viele Manager die den Umschwung noch nicht verstanden haben.
    Aber das sind Gedankenspiele die vielleicht gar nicht möglich waren weile s entsprechende Order gab, vielleicht weil von Anfang an der Fahrplan der Zerschlagung bestand.

      • Nur was sich hinter diesem tollen Plan verbirgt ist mir noch nicht ganz klar.
        Die Kompetenzzentren klingen für mich eher nach Dingen die in Frankreich ehh nie von Interesse waren für den Kunden dort.
        Sitze, Schaltung und Co – in Frankreich ist das vollkommen irrelevant, die Leute sind da schmerzbefreit was das angeht.
        Und wieviel Leute man damit beschäftigen kann – im niedrigen 3 stelligen vermute ich mal. Was mit den restlichen 5000? (2000 schon bei Segula verrechnet)

        Im Endeffekt kann man den Plan nennen wie es ist, es erfolgt ein Ausverkauf so gut es geht…

  13. Na und!
    Im Raum F. sind doch einige OEM-Importer die immer Leute suchen. Die XYZ-OEMs suchen doch immer wieder FKs oder OFKs mit “Infos / und Praxis …

    Wer gehen will kann gehen. Muss doch keiner ewig am OPEL-Stuhl sitzen bleiben.
    Frische Ideen kommen meist von frischen Leuten.

    Übrigens wird bei den so geliebten “Premium-OEMs” auch zu 60% extern entwickelt und erprobt.

  14. ???????????????????????????? …während GM mehr als 50 Prozent der Kapazität nutzte, hat PSA seine Projekte auf rund 20 Prozent reduziert. Diese Zahl wird wahrscheinlich niedriger ausfallen, wenn GM bis 2020 noch verbleibende Verträge mit dem Zentrum abschließen wird.

    “Die Gänge sind leer”, sagte ein Arbeiter der Zeitung. “Es gibt weniger Gelächter als vorher.”

  15. Wer von Euch kennt das Forum “GM Authority” ???
    Anbei german Info und aktuelle neue ARBEIT für das ITEZ auch für den ASTRA GSi / OPC/VXR mit 1.4T Specialmotor???
    TEXT: Konzept des Chevrolet Cruze 2SS vor brasilianischem Debüt!
    Chevrolet hat vor seinem brasilianischen Debüt auf der Internationalen Automobilausstellung in São Paulo 2018 ein neues Cruze-2SS-Konzeptfahrzeug vorgestellt, das eine teilweise Antwort auf die Frage ist: Was wäre, wenn General Motors etwas gebaut hätte, um mit dem Honda Civic Type R zu kämpfen?

    Modifikationen am Chevrolet Cruze – oder „Sport6“, wie die Heckklappe in Brasilien genannt wird, sind reichlich vorhanden und umfassen ein Hochleistungs-Motorpaket, das die Spitzenleistung des 1,4-Liter-Turbo I4 Ecotec LE2-Triebwerks der Fabrik mit bis zu 300 PS erreicht . Das Cruze 2SS-Konzept verfügt über ein einzigartiges Set aus 20-Zoll-Rädern, das mit 235er-Profil-Gummi ummantelt ist, einen Heckflügel und eine leistungsoptimiertere Federung.

    Das Interieur des Cruze 2SS-Konzepts wurde ebenfalls überarbeitet und erhielt vordere Schalensitze, sportliche Pedale, ein sportliches Lenkrad und einige auffallendere Sicherheitsgurte sowie einige Zubehörteile, die Cruze-Besitzern bereits zur Verfügung stehen, wie z Premium-Soundsystem von JBL.

    Möchten Sie mehr wissen? Wir würden auch. Leider hat Chevrolet noch kein Foto, eine Skizze oder ein Rendering des gesamten Fahrzeugs enthüllt, und die in der offiziellen Pressemitteilung enthaltenen Informationen sind im Umfang recht begrenzt.

    Es klingt so, als würde Chevrolet die Cruze 2SS für die Produktion in Betracht ziehen oder zumindest einige ihrer Modifikationen als Leistungszubehör anbieten, je nachdem, wie die Öffentlichkeit auf das Konzept des São Paulo-Konzepts reagiert. Ob GM dies auch auf dem nordamerikanischen Markt und in Brasilien wählt, ist natürlich eine andere Frage.

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