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Backstage Insignia Motorsport Technik Video

Insignia auf Eis: Alles eine Frage der Technik

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Hier sind Winterreifen chancenlos – eigentlich: Kilometerlange breite Pisten, das Eis so poliert, dass man sich darin spiegeln kann. Zu Fuß legt es den Unaufmerksamen schon auf den ersten Metern lang. Das Griplevel liegt nahe null. Bis Franz den dünnen Hebel im Cockpit seines Traktors umlegt.

 

Schwer und langsam senkt sich ein drei Meter breites Stahlgebiss. Mit aller Macht der Hydraulik fahren die Zähne ins Eis. Jeder davon ist etwas über fünf Zentimeter lang und von Hand glänzend scharf geschliffen. Mit ihnen raut Franz das Pistenmeter auf. Sogar doppelt, im Kreuzstich. „Nur das bricht das Eis auf griffige Stifte herunter, sonst könnte ich es auch mit einem Pistenbully machen“, erklärt er seine Technik mit der Souveränität von 30 Jahren Berufserfahrung auf dem Eis.

Ebenfalls sehr erfahren ist das Instruktoren-Team von Opel Experience rund um Cheftrainer Sascha Bert. Jeder einzelne im Team ist ein gestandener Rennfahrer. Jeder beherrsch sein Fahrzeug in jeder Situation. Und jeder ist bereit, sein Wissen beim zweitägigen Opel Wintertraining an die Teilnehmer weiterzugeben. Instruktoren-Kollege und Rallye-Urgestein Horst Rotter erklärt: „Der Anfang ist dabei noch relativ harmlos. Volles Beschleunigen mit anschließendem Ausweichen bei Vollbremsung.“

Die ersten Insignia fressen Hütchen. Zu spät eingelenkt, zu ruppig am Lenkrad oder schlicht viel zu schnell – die Fehlerliste der Teilnehmer ist lang. Doch Cheftrainer Sascha schweigt fürs Erste am Walkie-Talkie. „Sie müssen ein Gefühl entwickeln“, erklärt er die Funkstille, „es bringt nichts, wenn ich ihnen das Ohr abschwätze und Ratschläge gebe, bevor sie das erste Mal um den Kurs sind.“

In den folgenden Durchläufen muss er schon weniger Hütchen zurück an ihren Platz stellen. Die Manöver werden besser, das Ausweichen gelingt sicherer. „Weniger Lenkwinkel!“, „Bremse vor dem Einlenken lösen“, „Zu schnell!“ – nun kommen die Kommandos ansatzlos. Sascha steht direkt am ersten Hütchentor, ihm entgeht kein noch so kleiner Fehler der Teilnehmer. Und seine Anweisungen zeigen Wirkung: Schon nach einer halben Stunde gibt es für ihn nichts mehr zu kritisieren. Die Teilnehmer haben sich auf die Bedingungen und die Fahrzeuge eingeschossen.

Jetzt kann das Training beginnen

Es geht um mehr als um reine Fahrsicherheit. Es geht um Fahrspaß. Darum, das Potenzial des Insignia und seines Twinster-AWD besonders eindrucksvoll demonstrieren zu können. Dafür alle Fahrassistenz-Systeme zu deaktivieren und am Grenzbereich die Möglichkeiten der Physik neu zu sortieren. Es geht darum, die Turbomotoren richtig arbeiten zu lassen, das Lenkrad nur zum Anzupfen zu nutzen und den Parcours allein mit dem Gaspedal und den perfekten Gegenpendlern im Drift abzusurfen. Es geht darum den Schnee meterhoch in die alpinen Weiten zu fräsen.

Und wie es geht. Die Vorderräder danken den kurzen Bremsimpuls und den folgenden dynamischen Gewichtstransfer auf die Vorderachse mit für diese Verhältnisse zackigem Einlenken. Am Scheitel hat sich der Insignia bereits so weit eingedreht, dass das Gaspedal ihn wunderbar aus der Kurve rausholt. Dabei spürt man, wie überragend die Entwickler den Twinster-Allrad abgestimmt haben.

Der arbeitet im Sport-Modus noch schärfer, verteilt mehr Moment auf die Hinterachse, erzeugt mit seiner cleveren Kupplungssteuerung nicht nur den Effekt eines klassischen Sperrdifferenzials, mehr noch: er kann „torque vectoren“. Er kann das Drehmoment an die Hinterräder nicht nur beliebig, sondern voneinander unabhängig verteilen. Jederzeit und 100 Mal pro Sekunde. Jörg Schrott, Opel Motorsport-Direktor und Organisator der Opel Experiences, schwärmt:

Was in der Theorie schwer zu verstehen ist, beeindruckt auf dem Eis umso mehr. Es ist, als ob der Insignia Gedanken lesen könnte so direkt ist beispielsweise das Ansprechverhalten beim Tipp aufs Gaspedal. Und sollte man sich einmal verschätzt haben, so reicht eine leichte Korrektur an der Lenkung – bei vollem Gaseinsatz. Denn der Lenkimpuls ändert auch die Drehmomentsteuerung der Hinterachse. Der Effekt ist schlicht ergreifend.

Natürlich liegt es auch ein bisschen an Traktorfahrer Franz und seiner Streckenvorbereitung. Doch was der Twinster-4×4 selbst auf normalen Winterreifen ohne Spikes für ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, ist Wahnsinn. Das weiß auch Chefcoach Sascha, der uns nach dem Ende der Sektion in der „Boxengasse“ empfängt: „Ich habe es doch gesagt, es ist alles nur eine Frage der Technik!“

Hier der Highlights-Clip vom Wintertraining 2019:

Kraftstoffverbrauch Insignia GSi Grand Sport kombiniert 7,1 l/100 km – 187 g/km CO2 (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007). Weitere Informationen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unentgeltlich erhältlich ist.