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Es liegt was in der Luft: Opel-Filtersysteme unter der Lupe

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Allergiker können ein Lied davon singen: Die Pollenflugsaison ist in vollem Gange. Was also tun? Zuhause bleiben? Das ist selten eine Alternative. Wer in einem Opel-Modell unterwegs ist, kann sicher sein, dass ihn oder sie zumindest hier die Pollen nicht belästigen werden. Vorausgesetzt, die Fenster bleiben geschlossen.

Seit dem Modelljahr 2018 verbauen wir serienmäßig Aktivkohle-Kombifilter. Die bestehen aus zwei Schichten, einer „normalen“ Partikelfilter- und einer Aktivkohle-Schicht. Dank der letzteren werden nicht nur größere Partikel wie Pollen draußen gehalten, sondern auch Gase wie etwa Ozon und Gerüche aus der Luft herausgefiltert. Die zusätzliche Schicht stoppt 90 Prozent der toxischen oder belästigenden Gase. Und das Beste: Pollen werden komplett ausgesondert – zu 100 Prozent.

Unsere Filter müssen extrem hohen Anforderungen genügen: Die Qualität der Aktivkohle-Kombifilter übertrifft in diversen Bereichen die Marktstandards und reicht zum Teil sogar an Feinstaubfilteranforderungen heran. Die Größe der Filter reicht von 199 bis 413 Millimetern Länge, 108 bis 241 Millimetern Breite und 17 bis 30 Millimetern Höhe.

Das Filtermaterial ist wasserabweisend, was verhindert, dass dieser im Winter gefriert oder sich Bakterien ansiedeln können. So herrscht auch bei Temperaturen von -30 bis +100 Grad Celsius keine dicke Luft.

Die Filterleistung steigt mit zunehmender Partikelgröße. Das heißt, ab einer Partikelgröße von 3 Mikrometern (µm) werden fast 100 Prozent der Partikel von unseren Innenraumluftfiltern herausgesiebt. Partikel dieser Größe legen sich gerne in den oberen Atemwegen ab und produzieren dort allergische Reaktionen und Heuschnupfen. Zu dieser Partikelklasse gehören:

  • Pollen, ca. 10µm bis 100µm
  • Sporen, ca. 4µm bis 40µm
  • Straßenstaub, ca. 1µm bis 80µm
  • Abrieb, ca. 0,8µm bis 70µm
  • Bakterien, ca. 0,7µm bis 20µm

In der Klasse der Feinpartikel mit einer Größe von 0,05 – 0,2µm werden bis zu 50 Prozent herausgefiltert. Stoffe dieses Kalibers können sich in der Lunge ablagern. Hierzu zählen:

  • Ruß
  • Abgase
  • Industriestäube

Die Aktivkohle-Kombifilter können, salopp gesagt, einiges schlucken. Sie nehmen durchschnittlich bis zu 28 Gramm auf. Trotz dieser hohen Filterleistung ist eine gute Luftdurchlässigkeit während der Laufzeit garantiert. Denn auch bei voranschreitender Belastung und Alterung ist kaum ein Druckverlust zu verzeichnen. Um nicht nur zur Pollensaison stets saubere Luft im Auto zu atmen, ist es sinnvoll, den Filter einmal im Jahr zu wechseln.

Kommentare (42)

  1. Gibt es auch einen Schlechtluftsensor wie beim Astra H?
    Ich würde meinen, wenn der Landwirt die Gülle rausfährt, riecht es genauso im Innenraum…

    Finde auch die Lüftung sehr laut, selbst auf der geringsten Stufe nervt das Geräusch der Lüftung.

      • Hehe. Gerüche/Gestank, “come in and find out” 😉

        Ich meine auch mal gehört zu haben, selbst eine ABC-Gasmaske schützt nicht zwingend vor jeglichen Gerüchen, fatal wenn man dann mutmaßt sie wäre defekt und nimmt sie ab…(!)

        • Gerüche und Gestank sind Wörter die jeder Mensch anders definiert!
          Aber da seid ihr noch zu klein für um das zu verstehen!

          Anscheinend könnt ihr beiden euch nur blöd über andere witzig machen, und nichts vernünftiges beitragen. Danke für den dämlichen Beitrag!

          Außerdem hatte der Astra H einen Sensor drin, dieser löste bei “unangenehmen Gestank/Gerüche” die Umluftklappe aus und die Luft blieb im Auto immer angenehm.

          • Mhhmm, “zu klein für”, mit 1.98 m ?
            Vielmehr hast du wohl allerlei nicht verstanden !

            Die Anspielung mit dem Werbeslogan und eben dem definieren von Geruch/Gestank kann für jeden anders sein.

            Im Weiteren war auch die technische Problematik in vollstem Ernst gemeint, was kann gefiltert werden und eben nicht.

            Der Luftgütesensor im besagten Astra-H, da wäre mal
            @opel-blog-team auf dessen Auslegung einzugehen.
            Wiki beschreibt das wie folgt,

            “..Luftgütesensoren sind Metalloxid-Halbleitergassensoren (MOX) welche unter Gaseinfluss ihre elektrische Leitfähigkeit verändern. Aus dieser Veränderung des elektrischen Widerstandes lässt sich direkt auf das Vorhandensein und indirekt auf die Konzentration eines Schadstoffes schließen…”

            Der Misthaufen vom Bauern muss dazu nicht zwingend erkannt werden 😉

    • Schau mal in dein Service-Heftchen/bish. Inspektions-Rechnung*

      Die Auslegung der Filter an sich wird wohl zeitlich dafür reichen, sie im Rahmen dieser Routine wechseln zu lassen.

      *) ich werde sogar gefragt ob man das Scheibenwasser auffüllen soll. Was ja schon (u.a. in Werkstatt-Tests) zu ärgerlichen/fragwürdigen, kostenpflichtigen Material-/Arbeitsposition geführt hat. Und wohl daraufhin eine Handlungsanweisung bei Auftragsannahme seitens des Herstellers wurde 😉

  2. Naja, bezüglich der technischen Beschreibung eines Filters und was er so Alles kann darf man beeindruckt sein.
    Ob das Ganze aber tatsächlich Sinn macht, darf man bezweifeln:
    Durchschnittlich verbringt ein Deutscher etwa eine Stunde pro Tag im Auto.
    Quelle: https://www.wiwo.de/technologie/mobilitaet/fahrverhalten-so-viel....

    Selbst wenn er während dieser einen Stunde nur gefilterte Luft atmet, atmet er 23 Stunden lang noch immer ungefilterte Luft. Oder anders gesagt: Etwa 5% des Tages atmet er gefiltert, knapp 95% ungefiltert.
    Das diese 5% die Leiden eines Pollenallergikers wohl kaum nennenswert erleichtern, darf vermutet werden.
    Womit festzustellen ist: Ein solcher Filter ist in erster Linie ein Marketinggag. Aber immerhin technisch beeindruckend…;-)

    • Ich bezweifele, dass HEPA-Filter mit Aktivkohlefilter vergleichbar sind. Aktivkohlefilter haben neben der filternden auch eine reinigende Funktion, im Gegensatz zu HEPA-Filtern. Zu beachten ist, dass ein Filter immer nur ein Filter ist und niemals alles zurückhält, dann wäre es ja auch kein Filter mehr.
      Aktivkohlefilter werden auch für Luft- und Wasserreinigung bei Schadstoffsanierungen (auch für Arbeitsschutz Gasmasken usw.) eingesetzt.
      Außerdem setzt Opel ja einen Kombifilter ein (siehe 2. Absatz oben), nämlich einen “normalen” Partikelfilter in Kombi mit Aktivkohlefilter.

    • Auf Autoteile24 bekomme ich für fast jedes Fabrikat Innenraumfilter mit Aktivkohle. Ist also absolut Standard.
      Kaufe ich aber nicht.
      1. fahre ich gern bei warmem Wetter mit offenem Fenster.
      2. bezweifle ich, daß so ein Ding überhaupt irgendetwas bringt. Technisch zwar beeindruckend, aber: Ein Durchschnittsdeutscher verbringt etwa eine Stunde pro Tag im Auto, also etwa 5% seiner Zeit atmet er gefilterte Luft …;-)
      Oder anders gesagt: Knapp 95% des Tages atmet er normale Luft. Ich wage es zu bezweifeln, daß diese 5% die Leiden eines Pollenallergikers wirklich nennenswert mindern.
      Bleibt als Fazit: Wie so Vieles ist auch ein solcher Filter in erster Linie ein Marketing-Gag…

      • Hallo Hassan.
        Recht gebe ich dir.
        Bei der Formel 1 gibt es geile Teile für den Helm und die filtern auch sonst würden die Jungs so schlecht Luft kriegen , bei dem Abgas. ( Plus Kühlung ).
        Ist das Pollen noch so klein grischt es in die Noose dir rein.
        Da langt schon die Tür einmal uff und zu , schon ist es einerlei.
        MFG

      • Kann sein, dass er nur 1 Stunde am Tag im Auto sitzt. Aber dann in einem bereich mit hoher Feinstaubbelastung, nicht nur Abgase, auch Abrieb usw..
        Wer Probleme mit Feinstaub oder Pollen hat, dem wird es sicher nützen. Der wird aber nie bei offenem Fenster fahren.

        Um solche Themen zu platzieren ist der Blog doch da. Was stört euch jetzt wieder daran.

      • Nur weil du Aktivekohlefilter bei einem Teilezubehörhandel bekommst, heißt das noch lange nicht, dass die auch standardmäßig verbaut sind. So wie ich das aus dem Beitrag lese ist das nicht selbstverständlich bei Autoherstellern.

  3. Joh, für Allergiker jetzt nicht wirklich verlässlich. Anhaftungen an der Kleidung etc.
    Andere machen auf TÜV-Prüfsiegel “Allergie getesteter Innenraum”…

    • Ich als Allergiker kann da nur widersprechen, habe mir einen Aktivkohlefilter einbauen lassen, und das is SPÜRBAR besser. auch wenn man sich beim ein- und Aussteigen was mit rein holt, wenn das weg geschnauft is wird’s auch wieder besser.

      Auch im Stadtverkehr riecht man den unterschied wenn man div. Stickern nachfahren muss. Am meisten fällts auf wenn man wieder mit nem anderen Auto unterwegs ist das nur nen normalen Filter drin hat, da wundert man sich warum es auf einmal so stinkt…

  4. Hallo zusammen,

    ich behaupte einfach mal, dass die die einfachen Pollenfilter Generation 1 der Innenraumfilter waren. Die Kombination mit Aktivkohle war dann Gen2 (und ist derzeit Standard). Mittlerweile gibt es aber schon die Gen3 der Innenraumfilter mit zusätzlich zum Feinstaub-/Pollenvlies und zur Aktivkohlebeschichtung eine biofunktionale Beschichtung zur Absorption von Bakterien und Schimmelpilzen. Mann&Hummel bietet sowas beispielsweise für den Aftersales an (natürlich auch für Opelfahrzeuge).

    https://www. mann-hummel. com/fileadmin/corporate/04_Unternehmen/5_Download%20Center/05_Produktinformationen/1_Luftfilter_und_Ansaugsysteme/Artikel_Filter-als-Schutz_V1-1.pdf

    Bekommt diese Filter mittlerweile auch durch Opelwerkstätten eingebaut? Mann-Filter ist ja Erstausrüster für GM/Opel. Bzw. sind diese FreciousPlus-Filter bei Opel bekannt?

    Ich baue mir diese FreciousPlus-Filter seid einiger Zeit selber in meine Opels ein (trotz Wartung beim FOH gemäß Vorgabe). Ich meine (Einbildung ist auch ein Bildung), dass die Innenraumluftqualität dadurch nochmals gewonnen hat (Den Wechsel von Pollenfilter zu Aktivkohlefilter merkt man aber auch schon, keine Frage…).

    Außerdem habe ich durch den Selbsteinbau die Gewissheit, dass die Filter ordentlich sitzen. Bei meinen bisherigen Opels (Astra H, Astra J, Corsa D, Corsa E) kommt der Einbau nämlich einem “Reinprügeln” nahe. Ob anschließend die Filterkartusche ordentlich sitzt und gut abdichtet, wage ich zu bezweifeln. Beim Astra H war es am schlimmsten. Den Filter da am Gebläsemotor herumzubiegen, war eine Katastrophe. Hier stellt sich generell die Frage, warum bei Opel/GM häufig der Einbauort hinter dem Handschuhfach gewählt wird. Da lobe ich mir den Vectra C, wo der Filter super gut zugänglich im Wasserkasten sitzt und ruckzuck ausgetauscht ist (ohne ständig das Handschuhfach ausbauen zu müssen).

    Vielleicht kann sich hier einmal jemand dazu äußern, warum die Filter bei vielen Fahrzeugen zu umständlich hinter dem Handschuhfach sitzen? Hat das technische Vorteile, wenn der Filter kurz vor Wärmetauscher und Luftverteilerkasten sitzt?

    Wo sitzen sie bei den neuesten PSA/Opel-Modellen? Ok, Habe gerade nachgeschaut (zum Glück bietet Mann-Filter für jedes Auto die Einbauanleitung zum Download an): Hier ist keine kontinuierliche Strategie erkennbar, Bsp.:
    Crossland X: Im Wasserkasten (unterhalb Windschutzscheibe), gut zugänglich über Motorraum
    Grandland X: Hinter dem Handschuhfach, schlecht zugänglich

    Herzlichen dank und schönen Tag noch

  5. Zustimmung: Wer unmittelbar Aktivkohlefilter mit herkömmlichen Filtern ohne diese Beschichtung vergleichen kann wird feststellen, daß der Unterschied für die Innenraumluftqualität signifikant ist. Das ist jedenfalls meine (subjektive) Erfahrung.

    • meine subjektive Meinung ist, dass ich nichts davon merke. 28 Jahre Opel und kein Unterschied – außer dass die alten Diesel vor einem immer noch stinken wie vor 10 Jahren. Aber wenn schon immer in alle Opels ein Filter drin war, ist das ja auch keine Überraschung – oder ???
      [Will sagen – Gestank kann der nicht abhalten … seit 28 Jahren nicht … und wenn er von innen kommt, erst recht nicht … 😉 ]
      Aber um die nicht eindringenden Pollen bin ich schon froh; vorher im Uno aus Italy war das Armaturenbrett im Frühling immer gelb und im Winter gabs im Stadtverkehr immer klebrig geschwärzte Hände … 😉
      [PS: Alles Einbildung und Schwarzfärberei!]

    • Ich denke mal, in der Situation in der sich OPEL befindet, muß die Firma mit allen offiziellen Veröffentlichungen “bis auf den letzten Drücker” warten, um:
      – letzte technische Veränderungen noch mitnehmen zu können, wenn dies der Markt erfordert
      – den Mitbewerbern nicht zu früh offen zu legen, wie diese auf (tolle) Neuigkeiten ihrerseits “kontern” können.
      Auch wenn wir Opelaner darunter leiden, ich vertraue da ganz dem Management und der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, daß sie einen guten Job machen und damit OPEL helfen positiv zu überraschen und Kunden- und Marktanteile zurückzugewinnen.

      • Mhhmm. Was könnte so spektakulär bis dahin zurückgehalten werden ?

        Seit geraumer Zeit steht doch das technische Grundgerüst fest.
        Gänzlich unabh. davon, was Erlkönige zeigen.

        Im Weiteren ist der “Bruder”/Peugeot 208 bereits in Genf öffentlich geworden. Und damit um so mehr Details, sogar teils Preise, Zahlen, Daten,…

        Und “technische Veränderungen”, welche will man im sog. “letzten Moment” noch mitnehmen ?
        Das Lastenheft wurde vor Jahren (bei PSA 😉 zugemacht, das ganze validieren zu allerlei Witterungen/Konstellationen etc. im Weiteren zieht es in die Länge.

        Das zögern jetzt ist Marketing/Taktik. Und dann kommt zudem Bestellbarkeit vor Life-Präsenz.
        Das Scheint zunehmend “beliebt” zu werden in der Branche…

        • Man wird wohl auch die Auslaufmodelle so lange wie möglich schützen. Die Präsentation der neuen wird wohl den Bestelleingang der Vorgänger einbrechen lassen. Sollte man zumindest hoffen, anders herum wäre nicht so schön.

          • Gewiss. Beim Corsa-D/E hat man das “Spiel” ja lange genug beherrscht 😉
            Erstaunlich gut/stabilisiert der Absatz angesichts seiner Wurzeln aus 2006 !

            Beim Astra-K, geschweige beim Insignia-B, wird es halt schwierig, als letzte GM-Überbleibsel, ob ein wenig optisches noch fraglich(er) was technisches. Es darf wohl nicht mehr viel kosten…

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